Große Dächer, hoher Tagverbrauch – und ein paar Besonderheiten
Landwirtschaftliche Betriebe haben, was eine PV-Anlage braucht: viel unverschattete Dachfläche und einen Verbrauch, der tagsüber liegt. Was sie oft auch haben, sind ältere Wirtschaftsgebäude – und die verlangen vor der Planung einen genaueren Blick auf Dachaufbau und Tragreserve.
Wir sagen Ihnen vor dem Angebot, ob das Dach so wie es ist belegbar ist, ob eine statische Beurteilung nötig wird, oder ob eine andere Dachfläche am Hof die bessere Wahl ist.
Verbrauch passt zur Sonne
Milchkühlung, Melkroboter, Lüftung im Stall, Getreidetrocknung, Beregnung: der Strombedarf am Hof liegt überwiegend untertags. Das bedeutet hohe Eigenverbrauchsquoten – und damit die kürzeste Amortisation aller Betriebsarten, mit denen wir arbeiten.
Ältere Dächer geprüft
Trapezblech, Eternit, Ziegel auf altem Dachstuhl – jede Konstruktion braucht eine andere Befestigung und trägt anders. Bei Faserzementdächern klären wir vorab, was zulässig ist und was nicht.
Mehrere Gebäude, eine Anlage
Wohnhaus, Stall und Maschinenhalle hängen am Hof oft an unterschiedlichen Zählpunkten. Wir sehen uns die Zählerstruktur an und planen so, dass der Strom dort ankommt, wo er verbraucht wird.
Dach zuerst, Freifläche danach
Unsere Empfehlung ist fast immer, zuerst die vorhandenen Dachflächen zu nutzen: Dort brauchen Sie keine Widmung, keine Umzäunung und keinen eigenen Netzanschlusspunkt, und die Anlage steht schneller.
Wenn die Dächer ausgeschöpft sind oder der Verbrauch deutlich größer ist, kommen Freiflächen- und Agri-PV-Projekte ins Spiel. Die sind aufwendiger: Flächenwidmung, Netzanschluss und Genehmigungen brauchen Vorlauf, und je nach Gemeinde läuft das unterschiedlich. Wir klären das gemeinsam mit Ihnen und dem Netzbetreiber ab, bevor Sie Geld in die Hand nehmen.
Förderung 2026
Der EAG-Investitionszuschuss wird 2026 in mehreren Fördercalls vergeben. Der letzte Call des Jahres läuft von 8. bis 22. Oktober 2026.
Die Sätze: bis 10 kWp 150 € pro kWp, von 10 bis 20 kWp 140 € pro kWp, von 20 bis 100 kWp bis zu 130 € pro kWp, von 100 bis 1.000 kWp bis zu 120 € pro kWp. Stromspeicher mit 150 € pro kWh. Für Anlagen mit europäischen Komponenten gibt es einen zusätzlichen Zuschlag.
Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe gibt es je nach Bundesland und Programm weitere Fördermöglichkeiten. Welche für Sie in Frage kommen, prüfen wir vor der Einreichung gemeinsam durch – auf Wunsch reichen wir auch ein.
Unser Stalldach ist aus Eternit. Geht das?
Trägt eine ältere Maschinenhalle die Anlage?
Lohnt sich ein Speicher am Hof?
Bei Stromausfall muss die Kühlung weiterlaufen. Geht das?
Was ist Agri-PV und kommt das für uns in Frage?
Wir haben mehrere Zählpunkte am Hof. Ist das ein Problem?