Drei Fragen entscheiden über das Projekt
Bevor man über Module und Ertrag redet, muss dreierlei geklärt sein: Ist die Fläche für eine PV-Anlage nutzbar, gibt es in erreichbarer Nähe einen Netzanschlusspunkt mit ausreichender Kapazität, und wie stehen Gemeinde und Behörde dazu. Fällt eine dieser Antworten negativ aus, hilft die beste Ertragsprognose nichts.
Deshalb beginnt unser Prozess mit einer Flächenprüfung und nicht mit einem Angebot. Sie erfahren früh, ob und in welcher Größenordnung das Projekt realistisch ist – und wenn es nicht geht, sagen wir das, statt Sie in eine Planung laufen zu lassen.
Widmung und Genehmigung
Ob eine Fläche für Photovoltaik genutzt werden darf, hängt von der Widmung und den Vorgaben des Landes und der Gemeinde ab. Das ist in Niederösterreich und im Burgenland unterschiedlich geregelt und ändert sich. Wir klären den Stand für Ihre konkrete Parzelle mit der Gemeinde ab.
Netzanschlusspunkt
Der häufigste Grund, warum ein Freiflächenprojekt scheitert, ist nicht die Fläche, sondern das Netz. Entfernung zum Einspeisepunkt und verfügbare Kapazität bestimmen Kosten und Zeitplan. Wir stellen die Netzzutrittsanfrage früh, weil davon alles Weitere abhängt.
Fläche und Ausrichtung
Geländeform, Zuwegung für die Montage, Verschattung durch Bewuchs und Nachbarbebauung, Einzäunung und Randabstände. All das gehört in die Planung, bevor die erste Zahl im Angebot steht.
So gehen wir vor
Erstens: Flächenprüfung. Sie nennen uns Katastralgemeinde und Grundstücksnummer, wir sehen uns Widmung, Lage und die Entfernung zum nächsten Einspeisepunkt an.
Zweitens: Abstimmung mit Gemeinde und Netzbetreiber. Erst wenn beide Seiten grundsätzlich mitgehen, hat eine Detailplanung Sinn.
Drittens: Planung, Ertragsprognose und Angebot mit Fixpreis. Danach Genehmigungsverfahren, Netzzutrittsvertrag, Bau und Inbetriebnahme.
Realistisch gesehen dauert ein Freiflächenprojekt deutlich länger als eine Dachanlage – gerechnet wird in Monaten, nicht in Wochen. Der Großteil davon sind Verfahren und Netzprüfung, nicht Bauzeit.
Förderung 2026
Der EAG-Investitionszuschuss wird 2026 in mehreren Fördercalls vergeben. Der letzte Call des Jahres läuft von 8. bis 22. Oktober 2026.
Für größere Anlagen relevant: von 20 bis 100 kWp bis zu 130 € pro kWp, von 100 bis 1.000 kWp bis zu 120 € pro kWp. Für Anlagen mit europäischen Komponenten ist ein zusätzlicher Zuschlag möglich.
Bei Freiflächenprojekten hängt die Förderfähigkeit zusätzlich an den Kriterien des jeweiligen Calls. Weil sich die Bedingungen von Call zu Call ändern können, prüfen wir das für Ihr konkretes Projekt und zum konkreten Zeitpunkt – und verlassen uns nicht auf die Angaben vom Vorjahr.
Ab welcher Größe ist eine Freiflächenanlage sinnvoll?
Braucht meine Fläche eine Umwidmung?
Wie lange dauert so ein Projekt?
Kann die Fläche weiter landwirtschaftlich genutzt werden?
Kaufen Sie Flächen oder pachten Sie?