Fläche vorhanden – die Frage ist, wohin der Strom geht
Bei einer Freiflächenanlage gibt es kaum Eigenverbrauch. Über die Wirtschaftlichkeit entscheidet deshalb nicht das Modul, sondern der Vermarktungsweg – und zwischen dem schlechtesten und dem besten liegt mehr als das Doppelte.
Ausgangslage
Eine ungenutzte Fläche neben dem Betrieb, eine Deponie, ein Hang, der landwirtschaftlich wenig hergibt: technisch ist die Anlage schnell geplant. Nur verbraucht dort niemand Strom.
Wer die Einspeisung nicht aktiv gestaltet, verschenkt bei 1 GWh Jahresertrag leicht sechsstellige Beträge über die Anlagenlaufzeit.
Was die Anlage daran ändert
Wir planen die Freifläche vom Abnehmer her rückwärts: erst der Vermarktungsweg, dann Leistung, Ausrichtung und Netzanschluss. Oft ist die kleinere Anlage mit dem besseren Abnehmer die rentablere.
- Prüfung: eigener Betrieb, Nachbarbetrieb oder Direktleitung in Reichweite
- Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft mit Betrieben und Haushalten der Umgebung
- Ost-West-Aufständerung für ein breiteres Erzeugungsfenster statt Mittagsspitze
- Netzzutritt und Zählpunkte früh klären – das ist meist der lange Weg
Was eine Kilowattstunde einbringt
Gleiche Anlage, gleiche Sonne, vier Wege für denselben Strom. Der Unterschied entsteht nicht auf dem Dach, sondern im Vertrag.
- OeMAG-MarktprämieStandardweg, kein Aufwand9,0 ct/kWh
- DirektvermarktungBörsenpreis plus Prämie11,5 ct/kWh
- EnergiegemeinschaftAbnehmer in der Region15,0 ct/kWh
- Direktleitung zum BetriebStrom ersetzt Netzbezug21,0 ct/kWh
- Beispielanlage
- 750 kWp
- Jahresertrag
- ca. 830 MWh
- Erlös je nach Weg
- 75.000–174.000 € / Jahr
- Flächenbedarf
- ca. 1,2 ha
Sie haben eine Fläche und wissen noch nicht, ob sich das rechnet? Wir prüfen Netzanschluss, Abnehmer in der Umgebung und die realistischen Erlöse – bevor irgendetwas geplant wird.
Fläche prüfen lassen