Nachrüsten geht in fast allen Fällen. Es kostet aber mehr, als es gleich mitzumachen, und zwar aus drei Gründen: Es braucht einen zweiten Anfahrts- und Montagetermin, der Zählerkasten muss gegebenenfalls ein zweites Mal geöffnet und umgebaut werden, und die Leitungswege müssen nachträglich gelegt werden, statt beim ersten Mal gleich mitverlegt zu werden.
Unsere Empfehlung ist deshalb pragmatisch: Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie zumindest die Leitungswege und den Platz im Verteiler vorsehen. Das kostet bei der Erstmontage wenig und macht eine spätere Nachrüstung deutlich günstiger.
Die ehrliche Gegenrechnung gehört dazu: Ein Ersatzstromsystem amortisiert sich nicht. Es spart keinen Strom und verkürzt keine Amortisationszeit. Sie kaufen damit Versorgungssicherheit, nichts anderes. Ob Ihnen das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie oft bei Ihnen der Strom ausfällt, ob Sie eine Wärmepumpe ohne Alternative haben, ob jemand im Haus auf medizinische Geräte angewiesen ist und wie weit der nächste Nachbar weg ist.